
Argumentarium
Die schweizerische Politik kommt nicht daran vorbei, eine nationale Strategie für die Kinder- und Jugendpolitik zu formulieren. Eine gemeinsame Strategie schafft Erleichterung, Steuerung, baut auf Bewährtes auf und vermindert Schwachstellen. Die vielen hängigen Vorstösse müssen nicht nur einzeln überprüft werden. Die beschlossenen Massnahmen müssen einer übergeordneten Gesamtstrategie zusammenfliessen. Eine solche existiert heute nicht.
In der aktuellen jugendpolitischen Debatte besteht Gefahr, dass:
- die Kinder- und Jugendpolitik ein Flickwerk aus kurzsichtigen und unkoordinierten Massnahmen bleibt.
- unnötig Ressourcen verpufft werden.
- ein Dschungel von Regelungen und beschränkt zuständigen Fachstellen entsteht.
- wichtige andere Politikbereiche wie Familienpolitik, Bildung, Sportförderung, Prävention, Ausländerpolitik nicht erfolgreich umgesetzt werden können, weil es an Schnittstellen im Kinder- und Jugendbereich fehlt.
Bundesverwaltung, Kantone und Gemeinden sowie viele Freiwillige und Jugendliche in den NGO's leisten bereits enorm viel. Diese Arbeit muss mit entsprechenden Mitteln ausgestattet, anerkannt, unterstützt und zum Nutzen unseres Landes gezielt und besser eingesetzt werden.
Eine klare kinder- und jugendpolitische Strategie bedeutet darum keine Überreglementierung. Die Kantone werden auf keinen Fall in ihren Eigeninitiativen beschnitten, vielmehr können sie ihr Wissen und ihre Anliegen einbringen. Sie profitieren von mehr Überblick und transparenten Strukturen auf der nationalen Ebene. Klare Zielvorgaben ermöglichen zudem einen effizienten Mitteleinsatz und mehr Steuerung auf der kantonalen Ebene und gegenüber den Gemeinden.
- Eine allgemein verständliche Definition der verschiedenen Fachbegriffe der Kinder- und Jugendpolitik.
- Eine inhaltliche Klärung des Zusammenhangs von Kinder- und Jugendförderung, Jugendschutz, Partizipation, ausserschulischer Kinder– und Jugendarbeit; und eine wirkungsvollere Verknüpfung dieser Bereiche.
- Eine klarere strukturelle Einordnung der Kinder- und Jugendpolitik und eine Klärung der Aufgaben und der Finanzflüsse.
- Mehr Verbindlichkeit.
- Mehr Nutzen von Synergien durch eine verbesserte Vernetzung und Erfahrungsaustausch.
- Unterstützung von Fachpersonen in Organisationen und Verwaltungen.
- Mehr Wirksamkeit von aktuellen kinder- und jugendpolitischen Bemühungen einzelner Bundesämter.
- Besseren Zugang zu bestehenden Angeboten durch einen besseren Überblick über Aktivitäten und Leistungen.
- Sichtbarmachen von Erfolgen.
- Ausreichende Mittel für die Förderung der Kinder und Jugendlichen.
Die Jugendlichen dürfen kein Spielball des politischen Tagesgeschäftes werden. Ihre Förderung geht alle etwas an. Wir müssen jetzt einen grossen Schritt für unsere Zukunft tun. Setzen sie sich in der „Jugenddebatte“ in der Wintersession für langfristig sinnvolle Strategien ein. Empfehlen sie in der Frühlingssession die Motion Janiak im Sinne der obenstehenden Forderungen zur Weiterbearbeitung.






